Core Story für Pneuhage.
Die Story, die unter 75 Jahren Kundennähe vergraben lag.
Wie Pneuhage den Experience Kern der eigenen Marke fand.
75 Jahre lang entstand Marke bei Pneuhage, einem der führenden Reifen- und Autoservice-Anbieter Deutschlands, im direkten Kundenkontakt: in Beratungsgesprächen, im Vertrieb, in Werkstätten, an Standorten, in langjährigen Beziehungen. Das Unternehmen war erfolgreich gewachsen – mit starker Vertriebsnähe, persönlichem Service und klassischer Angebotskommunikation.
Doch mit dem Wachstum stiegen auch die Anforderungen an die Marke. Was im direkten Kundenkontakt stark funktionierte, musste nun auch Kund:innen, Mitarbeitenden, Submarken und der gesamten Gruppe Orientierung geben. Dafür reichten einzelne Maßnahmen nicht mehr aus. Pneuhage brauchte einen gemeinsamen narrativen Kern — und suchte ihn gemeinsam mit wob.
„Wenn man als Marke wachsen, Mitarbeitende gewinnen und unterschiedliche Unternehmensteile unter einem gemeinsamen Dach führen will, reicht reine Angebotskommunikation nicht mehr aus. Man braucht einen gemeinsamen Kern – und den haben wir gemeinsam mit wob gefunden."
Christian Burkhard, Leiter Marketing, Pneuhage Management GmbH & Co. KG
Viel Kommunikation. Viel Substanz. Kein gemeinsamer Kern.
Pneuhage hatte keinen Mangel an Material: Sales-Unterlagen, Magazine, Interviews, Videos, Messeauftritte, Kundenstimmen, interne Inhalte. Überall war Substanz — und überall waren echte Menschen spürbar, die in ihren eigenen Worten erzählten, was Pneuhage ausmacht.
Was noch fehlte, war der rote Faden. Eine Core Story, die nicht nur gut klingt, sondern eine vorhandene Experience sichtbar macht. Eine Geschichte, die erklärt, warum Menschen Pneuhage vertrauen – und warum dieses Vertrauen auch in Zukunft Orientierung geben kann.
Unser Ziel war deshalb nicht, eine neue Behauptung zu formulieren. Sondern den Experience Kernel freizulegen: den Punkt, an dem Unternehmensidentität, tatsächliche Kundenerfahrung und kommunikatives Potenzial zusammenfallen.
Nicht erfinden. Finden.
Gerade im B2B ist Kommunikation oft der Anfang einer langen Beziehung. Was eine Marke verspricht, muss später in Beratung, Service, Zusammenarbeit und Alltag erlebbar werden. Sonst bleibt es Werbung. Oder schlimmer: eine Behauptung.
Deshalb begann der Prozess nicht mit einer Headline, sondern mit genauem Hinsehen. wob analysierte vorhandene Kommunikation, Kundenstimmen, interne Inhalte, Wettbewerbslogiken und den Markenkern von Pneuhage – mit einer zentralen Frage: Welche Experience wird immer wieder beschrieben, auch wenn sie niemand explizit benennt?
So wurde deutlich: Die spätere Story war keine freie kreative Setzung, sondern leitete sich aus dem Markenkern ab — aus Zuverlässigkeit, Leistungsstärke und vor allem der sympathischen, menschlichen Art von Pneuhage.
Aus dieser Analyse entstand ein Spektrum möglicher Narrative. Jede Richtung wurde strategisch, sprachlich und visuell durchgespielt. Auch KI kam als Sparringspartner zum Einsatz, um schneller zu explorieren, wo eine Idee funktioniert, wo sie zu eng wird und wo sie austauschbar bleibt.
Niemand sagte Familie. Aber alle beschrieben eine.
Das Überraschende: Das Wort, das am Ende zur Story wurde, kam eigentlich gar nicht vor. Niemand sprach von „Familie“ — nicht intern, nicht extern.
Für einen großen B2B-Reifenhändler erwartet man eher Begriffe wie Leistung, Service, Mobilität oder Netzwerk. Doch zwischen den Zeilen zeigte sich ein anderes Muster: Kund:innen, Mitarbeitende und Partner beschrieben Pneuhage immer wieder als nah, ehrlich, verlässlich, flexibel — und zugleich als starken Rückhalt.
Die stärkste Story lag also nicht im Leistungsargument. Sondern in der Beziehungsqualität.
Spielraum geben. Rückhalt bieten.
Der eigentliche Kern ist nicht „Familie“ als Kitsch. Der Kern ist der Sweetspot aus Freiheit und Bindung.
Viele Kund:innen stehen in solchen Märkten vor einem Dilemma: Große Netzwerke bieten Sicherheit, Standards und Verfügbarkeit – aber oft auch Standardlösungen. Kleine Anbieter sind flexibel, persönlich und nah – aber häufig nicht mit derselben Leistungsfähigkeit, Verfügbarkeit oder demselben Rückhalt.
Pneuhage verbindet beides: Spielraum, ehrliche Beratung und individuelle Lösungen – mit der Stärke eines Netzwerks, das Sicherheit gibt, wenn es darauf ankommt.
Aus dieser Balance entstand die Core Story Welcome to the Family.
Welcome ist dabei mehr als eine Begrüßung: Es ist das Versprechen, aufgenommen zu werden – als Kunde, Mitarbeitender, Partner oder neuer Teil der Gruppe. Wer zu Pneuhage kommt, bekommt nicht nur Leistung, sondern Anschluss: an Menschen, Haltung, Erfahrung und ein Netzwerk, das Rückhalt gibt.
Ein Kern für Marke, Kultur und Wachstum.
Eine starke Core Story wirkt nicht nur nach außen. Sie muss intern wiedererkannt werden — gerade bei einem gewachsenen Unternehmen wie Pneuhage.
Welcome to the Family verbindet Kundennähe, Vertrieb, Kultur, Mitarbeitende, Standorte, Submarken und Wachstum. Die Story gibt Worte für etwas, das längst gelebt wurde — und macht aus 75 Jahren Kundennähe Orientierung für das, was kommt.
Was der Case zeigt.
B2B-Storytelling beginnt nicht bei der lautesten Botschaft, sondern bei der Wahrheit im Unternehmen.
Oft ist der stärkste Markenkern längst da — nur noch nicht ausgesprochen. Bei Pneuhage lag er unter 75 Jahren Kundennähe vergraben. wob hat geholfen, ihn freizulegen, zu verdichten und als Experience sichtbar zu machen.
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